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Bladnoch

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Bladnoch

Die eingemottete Lowland-Destillerie


Wo fernab der ausgetretenen Touristenpfade Rinder und Schafe weiden und Nordirland nur einen Steinwurf entfernt ist, da versteckt sich Schottlands südlichste Whiskybrennerei – Bladnoch Distillery. Schon 1817 gegründet, gehört sie zu den ältesten Brennereien und tatsächlich scheint an diesem Ort die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein... Doch der Anschein trügt, denn Bladnoch Distillery hat in den letzten Jahren mehrfach massive Veränderungen erfahren. Fast schon wäre ihr Ende besiegelt gewesen, wie das anderer Brennereien der Lowlands. Im Juni 1993 durch den Besitzerkonzern United Distillers als unrentabel und veraltet geschlossen, wurde sie sieben Jahre später von einem Iren zu neuem Leben erweckt. Raymond Armstrong, ein nordirischer Bauunternehmer, war auf der Suche nach einem Ferienhaus im ländlichen Galloway, als er auf die Brennerei stieß. Die reizvollen Gebäude standen zum Verkauf und so wechselte Bladnoch den Besitzer. Raymond selbst bezog das Distillery Cottage und beschloss, den Rest der Anlage in weitere Ferienwohnungen umzubauen. Dort würde sicher nie wieder Whisky gebrannt, hatte man schließlich die Brennlizenz nicht erwerben können.
Doch der Charme der Anlage ließ ihn immer mehr den Stillstand bedauern und er fand so langsam Gefallen an der Idee, Manager einer Whiskybrennerei zu sein. Auch wuchs der Druck der lokalen Bevölkerung, Bladnoch wieder zu beleben. Als ehemals United Distillers – nun Diageo - sich nach langem Bitten bewegen ließen, die Brennlizenz zu verkaufen, war sie mit Mengenauflagen verbunden. Bladnoch darf heute lediglich 100.000 l Alkohol per anno produzieren, ein Bruchteil im Vergleich zu den 1,3 Mio. Litern, die dort Ende der 80er Jahre aus den Brennblasen liefen.
 

Neustart im Jahr 2000


Etliches jedoch musste renoviert und saniert werden, bevor die Brennerei im Dezember 2000 wieder anfahren konnte. Da Raymond Armstrong wie so mancher Ire ein wenig abergläubig ist, sollte Bladnoch unbedingt vor Ende des Millenniums wieder Whisky brennen. Dabei wurde die Gärung verlängert und der Brennprozess verlangsamt – was das Destillat quasi verfeinerte. Der erste neue 8-jährige wurde 2009 auf den Markt gebracht. Bladnoch galt immer als kräftigerer Lowland Malt, grasig und mit schwerem Körper. Der „New Style“ hingegen wirkt noch voller, beinahe wie ein Konzentrat aller Lowland-Aromen, geprägt von frischen Zitrusnoten und einer leichten Meeresbrise.
 

Neues Ende und neuer Beginn


2010 musste die Produktion wieder eingestellt werden, am 10. März 2014 meldete die Betreibergesellschaft Insolvenz an. Im Juli 2015 schließlich kaufte der australische Multimillionär David Prior den stillgelegten Betrieb. Seine Millionen stammen übrigens aus dem Geschäft mit Joghurt. Er begann ab Juli 2016 mit umfangreichen Bauarbeiten und dem Ersetzen der veralteten Technik. Installiert wurden unter anderem vier 5t-Maischebottiche, sechs Washbacks aus Douglasie, zwei Wash-Stills mit jeweils 12.500 Litern, zwei Low-Wines Stills mit je 9.500 Litern Kapazität, und ein flüssiggasbetriebener Dampferzeuger. Ende 2016 kamen die ersten neuen Abfüllungen von Bladnoch auf den Markt, die noch aus den übernommenen Beständen aus dem Fasslager erzeugt wurden. Seit Juli 2017 sind die neuen Brennblasen in Betrieb und der New Make fließt wieder.
 


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