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Wein & Sekt, Deutschland
Seit mehr als 850 Jahren wird im sächsischen Elbtal Weinbau betrieben. Es ist eine der kleinsten Weinregionen Deutschlands. Die Landschaft ist von den eindrucksvollen Steillagen, Weinterrassen und Weinbergen geprägt. Den Terrassenweinbau brachten Anfang des 17. Jahrhunderts Winzer aus Württemberg ins Elbtal. Heute sind diese Terrassen kulturhistorisch bedeutsame Baudenkmäler, beliebte touristische Ziele und sie bilden die Grundlage für die eleganten Weine der sächsischen Winzer.
Zwischen 1727 und 1730 ließ August Christoph Graf von Wackerbarth eine barocke Schloss- und Gartenanlage zu Füßen der Radebeuler Weinberge erbauen. Es war die Glanzzeit des Dresdner Barock.
Wie auch im Saale-Unstrut Gebiet unterliegen die Reben in Sachsen regelmäßig extremen Witterungseinflüssen wie Winter- und Spätfrösten, Hagel, flutartigen Niederschlägen oder starken bzw. lang anhaltenden Hitzewellen. Immer wieder gibt es erhebliche oder totale Ernteausfälle. Dies und das Streben nach höchster Qualität vor hoher Menge führt dazu, dass in Sachsen mit 47 hl/ha der geringste Durchschnittsertrag aller deutschen Weinregionen erwirtschaftet wird. Er erreicht damit nur etwa die Hälfte des gesamtdeutschen Durchschnitts von 90 hl/ha. Weine aus Sachsen sind etwas Besonderes – eine Rarität.
Die klimatischen Bedingungen in Sachsen sind einzigartig. Die Einflüsse des Kontinentalklimas sind vorherrschend. Es gibt große Temperaturunterschiede zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten. Diese Bedingungen und eine lange Reifezeit begünstigen die Entwicklung der Trauben. So behalten sie bis spät in die Reife ihre ausgeprägten Aromen und ihre natürliche Frische.
Bereits vor 190 Jahren kam über Kellermeister aus Reims auch die Kunst der Sektbereitung von Frankreich nach Radebeul. Zu einer Zeit, als in der Champagne die ersten Champagnerhäuser entstanden hatte man in Sachsen die geniale Idee, auch in den Radebeuler Weinbergen eine Sektmanufaktur zu gründen. Die Trauben in der Champagne und im Elbtal reifen unter vergleichbaren klimatischen Bedingungen. Bis heute ähnelt sich das Terroir beider Regionen bezogen auf die durchschnittliche Temperatur, Sonnenscheindauer sowie Niederschlagsmenge pro Jahr.
Im Jahr 1836 wurde in Radebeul die erste Fabrik moussierender Weine in Sachsen gegründet, die spätere Sektkellerei Bussard. Mit diesem Schritt wurde hier der Grundstein gelegt für eine der ältesten Sekttraditionen Europas.
Die Sektkellerei Bussard entwickelte sich schnell zum Mittelpunkt des Schaumwein-Genusses in Sachsen und war auch ein beliebter Anziehungspunkt für die sächsischen Könige, die die prickelnden Kreationen für ihre Tafel wählten und die Manufaktur auch regelmäßig besuchten.
Im Laufe der 1970er Jahre – im Volkseigentum der DDR – wurde die Produktion wegen Platzmangels aus der alten Fabrik ins Schloss Wackerbarth verlegt. Alle Maschinen, die gesamte Belegschaft und die jahrhundertelange Sekt-Expertise zogen in den nur einen Kilometer entfernten Hauptsitz des VEG (Z) Weinbau Radebeul. Die Sekte von Schloss Wackerbarth gehörten zum knappen Gut und waren nur einem ausgesuchten Kundenkreis zugänglich.
Nach dem Ende der DDR-Zeit wurde dem Freistaat Sachsen die barocke Anlage von Schloss Wackerbarth in einem maroden und vernachlässigten Zustand zurück übertragen. Da keine anderen Investoren gefunden werden konnten entschloss sich der Freistaat Sachsen im Jahr 1999 schließlich, Schloss Wackerbarth selbst zu sanieren. So entstand Europas erstes Erlebnisweingut.
Die Rebfläche von Schloss Wackerbarth umfasst rund 90 Hektar. Damit zählt das Weingut sowohl zu den größten in Sachsen als auch in Deutschland.
Prägend für die Weinkulturlandschaft Sachsens sind die eindrucksvollen Steillagen und Terrassenweinberge. Diese entstanden Anfang des 17. Jahrhunderts, als Winzer aus Württemberg den Terrassenweinbau ins Elbtal brachten. Heute sind sie kulturhistorisch bedeutsame Baudenkmäler, beliebte touristische Ziele und bilden die Grundlage für die eleganten Weine der sächsischen Winzer.
Schloss Wackerbarth besitzt den größten Steillagenanteil aller sächsischen Weingüter. Man bewirtschaftet hier über 20 Hektar und damit etwa 20% aller Steillagen und Terrassenweinberge Sachsens. Während der DDR-Zeit wurde 50 Jahre lang viel zu wenig für den Erhalt der markanten Trockenmauern getan. Heute erhält Schloss Wackerbarth auf seiner Rebfläche insgesamt rund 25.000 m² Trockenmauern.